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- Teil 1 -

Epielspie - Gewitter im Gehirn
Pixabay / geralt

Die am Markt erhältlichen Epilepsie-Warnsysteme richten sich in der Regel an Epilepsie-Patienten mit tonisch-klonischen Anfällen, indem sie auf Muskelbewegungen reagieren. Menschen mit einer symptomatisch-fokalen Epilepsie haben meist kurze Anfälle (< 30 Sek.) in Serie, die häufig aus dem Schlaf heraus entstehen und eine sekundäre Generalisierung, einen »Status Epileptikus« oder sogar den plötzlichen und unerwarteten Tod (sudden, unexpected death in epilepsy) zur Folge haben können. Solche Anfälle gehen typischerweise einher mit

  •  tonischen Gesichtskrämpfen
  •  vermehrtem Speichelfluss und Sprachunfähigkeit während des Anfalls
  •  motorischen Symptomen (typisch sind oro-alimentäre Automatismen (z.B. Schmatzen) oder Nesteln und sich Strecken
  •  Blick- oder Kopfwendung zur gesunden Seite (vom epileptischen Herd weg)
  •  erschwerte Atmung

Anfälle dieser Art lassen sich durch eine zunehmende Herzfrequenz bei gleichzeitig abnehmender Sauerstoff-Sättigung im Blut (SpO2) mittels eines herkömmlichen Pulsoxymeters erkennen. Es gibt jedoch kein Pulsoxymeter, welches kontinuierlich (mehrmals pro Minute) misst, nicht vom Finger abfällt, kabellos ist und ein akustisches Warnsignal an ein entferntes Empfängergerät sendet. ...weiterlesen "Auf der Suche nach einem Epilepsie-Warngerät auf Basis der Blutsauerstoff-Messung (SPO2)"

Neurofeedback - Quelle: Pixabay
Neurofeedback - Quelle: Pixabay

Neurofeedback ist eine Spezialrichtung des Biofeedbacks. Während beim Biofeedback eine Rückmeldung über Veränderungen von Zustandsgrößen bei biologischen Vorgängen (beispielsweise Schwitzen unter Stress) gegeben wird, erfolgt beim Neurofeedback eine Rückmeldung über Gehirnstromkurven (EEG) oder die Nervenzellenaktivität im Gehirn (fMRT). In allen Fällen erhält der Patient eine Rückmeldung über seinen Körper, welche er dann gezielt und bewusst über Verhaltensänderungen zu beeinflussen lernt. Bio- beziehungsweise Neurofeedback ist somit eine Form der Selbstregulation, die über ein Trainingsprogramm erlernt wird.
Einsatzbereiche des Neurofeedbacks sind chronische Schmerzen, Depressionen, Angststörungen, AD(H)S, Epilepsie und Tic-Störungen wie beim Tourette-Syndrom. ...weiterlesen "Mit Neurofeedback aktiv gegensteuern"

Epielspie - Gewitter im Gehirn
Pixabay / geralt

Bei Epilepsien kommt es zu epileptischen Anfällen. Dies sind Funktionsstörungen des Gehirns. Eine Epilepsie kann in jedem Lebensalter auftreten. Bei einer Epilepsie treten Anfälle wiederholt auf.
Epilepsie ist eine häufig auftretende Erkrankung des Gehirns: Etwa 1 Prozent aller Menschen ist davon betroffen. Das heißt, dass sich statistisch unter 100 Menschen einer mit einer Epilepsie befindet. Allein in der Bundesrepublik Deutschland mit mehr als 80 Millionen Einwohnern gibt es mehr als 800.000 Menschen, die an einer Epilepsie leiden. Etwa die gleiche Anzahl Menschen leidet unter Diabetes oder an Gelenkrheuma. ...weiterlesen "Epilepsie – Was ist das?"

Schematische Darstellung eines Neuron - Quelle: Pixabay
Schematische Darstellung eines Neuron - Quelle: Pixabay

Gliazellen sind neben den Neuronen stark an der Hirntätigkeit beteiligt.
Das menschliche Gehirn setzt sich aus zwei unterschiedlichen Zelltypen zusammen: den Nervenzellen oder auch Neuronen und den Gliazellen. Lange Zeit hat man angenommen, dass die Gliazellen reine Stütz- und Haltefunktion übernehmen und eine Art Zellkitt darstellen.

Was sind Gliazellen?
Glia leitet sich von dem griechischem Wort für "Leim" ab, weshalb der Entdecker dieser Zellart, Rudolf Virchow, ihnen Mitte des 19. Jahrhunderts den Namen Gliazellen gab. Neben der reinen Stützfunktion und der Versorgung der Nervenzellen mit Nährstoffen sowie der Isolation der Neuronen, beteiligen sich Gliazellen jedoch auch an der Kommunikation im Gehirn und sie spielen möglicherweise auch eine Rolle bei der Entstehung von Epilepsien.
Die Moderne Gliaforschung hat in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren herausgefunden, dass Gliazellen maßgeblich am Stoff- und Flüssigkeitstransport sowie an der Aufrechterhaltung der Gehirnfunktionen beteiligt sind. Zudem wirken sie mit bei der Informationsverarbeitung, -speicherung und -weiterleitung, welche hauptsächlich durch die Neuronen erfolgt.
Rund 90 Prozent aller Gehirnzellen sind Gliazellen. Sie machen somit einen Großteil des Hirngewebes aus. Gliazellen unterteilt man in drei Gruppen: Astrozyten, Oligodendrozyten und Mikrogliazellen. ...weiterlesen "Gliazellen: mehr als nur ein Stützkorsett für Nervenzellen"

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