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Lernen in und von der Natur – Die Draußenschule ist mehr als ein Wandertag

Nachhaltiges Lernen in der Natur - Quelle: Pixabay

Drei Jahre lief das Projekt „Schulwandern. Draußen erleben, Vielfalt entdecken, Menschen bewegen“. Durchgeführt hat es die Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Kooperation mit dem Deutschen Wanderverband. Das Projekt wurde als Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über 3 Jahre (2013-2016) rund einer Million Euro gefördert. Die Draußenschule wurde zwei Jahre (2014-2016) von drei Modellschulen in drei Bundesländern erprobt. Dazu verbrachten die Schulklassen der drei Grundschulen das ganz Jahr über einen Tag pro Woche in nahe gelegenen Natur- und Kulturräumen, um dort in und von der Natur zu lernen.

Doch das Projekt Draußenschule ist mehr als ein Wandertag pro Woche. Die Herausforderung für die Lehrkräfte war, die Inhalte des Lehrplans mit den Tagesauflügen zu verbinden. Doch mit Kreativität und Ideenreichtum lassen sich auch Lerninhalte der Fächer Deutsch, Mathe und Englisch in einen Tag in Freien einbinden. So kann beispielsweise auf dem Hin- und Rückweg eine Kopfrechen-Lernstation eingeflochten werden, ein Draußen-Schultagebuch ist ein passender Schreibanlass und Wiesen, Wälder, Bäche und Seen sind bieten zahlreiche Möglichkeiten die biologische Vielfalt der heimischen Natur durch sehen und anfassen auf praktische Art und Weise zu entdecken.

Nachhaltiges Lernen mit allen Sinnen
Die Schulen erhielten in der Projektzeit tatkräftige Unterstützung von Fachleuten, wie Förstern, Imkern, Landwirten, Ornithologen, Naturpädagogen etc. Die Naturtage fördern die Ausdauer, Geschicklichkeit und Bewegungskoordination. Zudem stärken die gemeinsamen Aktivitäten die Klassengemeinschaft und Schülerinnen und Schülern erwerben soziale Kompetenzen im Bereiche der Gruppenarbeit.

Während ländliche Schulen oft gar nicht so weit fahren müssen, um die Natur zu entdecken, bietet sich für städtische Schulen die Möglichkeit am Draußentag Museen oder Forschungsstationen (z.B. das Museumsschiff MS Wissenschaft) zu besuchen. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch für den Alltag, beispielsweise den Hin- und Rückweg mit öffentlichen Verkehrsmittel zu planen, die richtig Fahrkarte am Kassenautomaten zu kaufen und sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten.

Die Wissenschaftler hoffen nun, dass sich das Konzept im Grundschulbereich deutschlandweit verbreitet und mehr Schulen Interesse zeigen. Aktuell wird eine Handreichung "Draußenschule" vorbereitet, die Idee und Ergebnisse des Modellprojekts darstellt.


YouTube: Draußenschule – Lernen im Leben (2016)

Weitere Infos zur Draußenschule: http://www.draussenschule.de

Quellen:

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