Open Educational Resources (OER) – freie Bildungsmaterialien

OERCamp 2017 West - TH Köln

Open Educational Resources (OER) sind freie Lern- und Lehrmaterialien. Der Begriff  umfasst auch freie Software und freie Lizenzen (z.B. Creative Commons oder GNU General Public License). OER können angefangen von Bildern, Grafiken über Präsentationen und Arbeitsblätter bis hin zu Lernmodulen und kompletten Kursen inkl. des didaktischen Konzeptes sein. Letztere sind dann meist in einem bestimmten Setting erprobt und evaluiert.
OER-Materialien können nicht nur frei für den eigenen Unterricht verwendet, sondern können auch bearbeitet bzw. für den individuellen Bedarf neu zusammengestellt werden. Im Idealfall werden diese bearbeiteten Inhalte dann wiederum der Community zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt. Ziel von OER ist es, Wissen in Form von Lehr- / Lernmaterialien frei verfügbar zu machen.

Rechtsicherheit und Lizenzen
Zentrales Diskussionsthema bei OER ist die Rechtssicherheit. Das Urheberrecht und das Wissen um das korrekte Lizensieren erschweren den Einsatz von OER. Will man als Anbieter offene Bildungsressourcen erstellen, so muss man die erstellten Materialien unter eine freie Lizenz (CC0 = public domain oder CC by - Namensnennung) stellen. Damit erlaubt man aber auch die Verwendung der Materialien zu kommerziellen Zwecken. D.h. im Extremfall bedeutet dies, dass ein anderer mit meinem Materialien Geld verdient. Auf der anderen Seite, habe ich die Möglichkeit zur kommerziellen Nutzung nicht für mich selber genutzt.
Schließt man hingegen die kommerzielle Nutzung aus, so schränkt man den Zugriff und die Verbreitung seiner Materialien weiträumig ein. Denn allein die Verwendung eines Bildes auf einer Website, die Werbebanner anzeigt und der Websitebetreiber damit ein paar Cents verdient, wird damit untersagt.

Weitere Informationen zu den Creative Commens Lizenzen

Unsicherheit bei der Verwendung und mangelnde Bekanntheit von OER im Allgemeinen erschweren die im Kern gute Idee von OER. Um OER voranzutreiben muss in Deutschland in Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen ein Umdenken stattfinden.

OERCamp 2017 West (Köln)
Das OERCamp 2017 findet jeweils an vier Orten in Deutschland statt: München, Köln, Hamburg und Berlin. An jedem Standort gliedert sich das Programm an zwei Tagen in parallel stattfindende Workshops und BarCamp-Sessions.
Der Fokus des OERCamp West an der Technischen Hochschule Köln lag eindeutig auf rechtlichen Fragen und Probleme im Umgang mit OER. Ein weiteres großes Themenfeld bezog sich auf die Akzeptanz und die Bekanntmachung von OER an Schulen und Hochschulen. Daneben ging es aber auch um die Erstellung (Didaktik und OpenSource Software) und das Auffinden von OER-Materialien sowie der Suche nach Handhabaren Metadatenkonzepten. Einige Akteure nutzen die Sessions, um ihre aktuellen OER-Projekte vorzustellen und holten sich Feedback dazu ein.

OER-Materialien finden:

Quellen: