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Erkältung, Grippe und Magen-Darm-Infekte

Winterzeit = Erklältungszeit, Quelle: Pixabay
Winterzeit = Erkältungszeit, Quelle: Pixabay

Virusinfektionen treten verstärkt im Herbst und Winter auf. Das liegt vor allem daran, dass in dieser Jahreszeit die Umweltbedingungen für die Verbreitung von Viren besonders günstig sind. Die Winterluft bewirkt trockenere Schleimhäute, was die Abwehrfunktion gegen Bakterien und Viren herabsetzt. Gleichzeitig sind Viren bei tieferen Temperaturen stabiler. So erhöht eine geringe Luftfeuchtigkeit von 20 bis 35 Prozent und eine Temperatur um 5° Celsius die Ansteckungsgefahr mit Grippeviren deutlich.

Weltweit sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung von einer Influenza (echten Grippe) betroffen. Noroviren, die Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen, haben von Januar bis März Hochsaison.

Ansteckungsgefahr
Die Ansteckung mit Erkältungs- und Grippeviren verläuft hauptsächlich über den Weg der Tröpfcheninfektion. D. h. eine Ansteckung erfolgt über winzige Speicheltröpfchen, die beim Sprechen, Niesen und Husten in die Luft geschleudert werden und durch Kontakt mit den Schleimhäuten in den Körper gelangen. Ein weiterer Risikofaktor ist der vermehrte Aufenthalt, während der kalten Jahreszeit, in geschlossenen Räumen: Je mehr Menschen dort gleichzeitig anwesend sind, desto größer ist die Ansteckungsgefahr.

Eine Magen-Darm-Grippe ist hoch ansteckend. In der Regel erfolgt die Übertragung der Erreger durch eine Schmierinfektion. Daneben ist eine Ansteckung aber auch per Tröpfcheninfektion möglich. Dabei übertragen sich die Viren beim Erbrechen über die Luft direkt auf eine andere Person. Des Weiteren kann eine Ansteckung auch über das Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel erfolgen. Der wirksamste Schutz gegen Magen-Darm-Infekte besteht demzufolge in häufigem und sorgfältigem Hände waschen. Erkrankte sollten zudem zwei Tage über das Abklingen der Symptome hinaus zu Hause bleiben.

Erkältung oder Grippe?
Ein grippaler Infekt dauert meist nicht länger als eine Woche. Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome) liegt zwischen zwei und acht Tagen. Von einer Erkältung sind in der Regel die Atemwege betroffen und die Symptome, wie Halsschmerzen, Husten und Schnupfen entwickeln sich meist langsam. Für Erkältungskrankheiten sind mehr als 200 verschiedene Erreger (Rhino-, Corona- oder Adeno-Viren) verantwortlich.
Die echte Grippe (Influenza) beginnt meist plötzlich und geht mit hohem Fieber, starken Glieder- oder Kopfschmerzen einher. Es können auch Kreislaufbeschwerden oder Schwindel auftreten. Diese Symptome werden durch körpereigene Entzündungsstoffe, mit denen das Immunsystem auf die Erreger reagiert, hervorgerufen. So fühlen sich Grippe-Patienten oft gleich zu Beginn schwer krank. Die echte Grippe wird von Influenza-Viren der Typen A, B und C ausgelöst.
Während grippale Infekte meist harmlos verlaufen, kann die Grippe – insbesondere für Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen – unter Umständen sogar tödlich enden.

Was hilft gegen die Symptome?
Gegen Viren gibt es keine wirksamen Medikament. Allein die Symptome können mit entsprechenden Mitteln, wie Nasentropfen, Hustensaft, Schmerzmittel und Tee, bekämpft werden. Antibiotika sind in der Regel keine Hilfe, da sie allein bei bakteriellen Infektionen helfen.

 

 

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