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Astro-Geologie und Meteoriten

Meteorite - Mineralienbörse 2012, Ennepetal ©Martina Rüter
Meteorite - Mineralienbörse 2012, Ennepetal ©Martina Rüter

Meteoriten sind Gesteine. Mit ihrem mineralischen Aufbau und ihrer Entwicklungsgeschichte befasst sich die Astro-Geologie.

Studienobjekte der Astro-Geologie sind die Planeten des Sonnensystems, die Monde der Planeten und andere feste Körper wie Asteroiden (Kleinplaneten), Kometen und Meteoriten. Die Astro-Geologie ist neben der Planetographie ein Teilgebiet der Planetologie. Während sich die Astro-Geologie mit geologischen Fragestellungen befasst, geht es in der Planetographie um die Erstellung von Landkarten und die Beschreibung von Oberflächen planetarer Körper.

Meteorite und andere außerterrestrische Objekte
Ein Meteorit ist ein Festkörper kosmischen Ursprungs, der die Erdatmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht hat. Als Meteoroiden bezeichnet man den Ursprungskörper, der sich noch im interplanetaren Raum befindet. Beim Eintritt in die Atmosphäre erzeugt er eine Leuchterscheinung, die als Meteor bezeichnet wird. Der Meteoroid verglüht entweder als Sternschnuppe in der Atmosphäre oder erreicht als Meteorit den Boden. Der Name „Meteor“ leitet sich aus dem griechischen ab und bedeutet so viel wie „Dinge in der Luft“.

Die meisten auf der Erde gefundenen Meteoriten sind Bruchstücke von Asteroiden aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, die bei Kollisionen von Objekten abgetrennt wurden. Einige Meteoriten stammen auch vom Mond oder vom Mars. Beim Durchtritt der Gesteine durch die Erdatmosphäre werden sie abgebremst und erhitzen sich stark. Dabei schmelzen sie an der Oberfläche; im Innern bleiben sie jedoch meist unverändert. Die inneren Strukturen und die mineralogische Zusammensetzung der außerirdischen Steine geben Wissenschaftlern Hinweise auf ihre Herkunft und Entwicklungsgeschichte. Eines der wichtigsten Kennzahlen bei Meteoriten ist, sein Alter. Dieses lässt sich – wie bei irdischen Gesteinen auch – mit Hilfe der Radiokarbonmethode bestimmen. Während die meisten Gesteinsarten, die auf der Erde vorkommen, „nur“ einige Millionen Jahre alt sind, haben Meteorite häufig ein Alter von 4,5 Milliarden Jahren.

Typen von Meteoriten
Man unterscheidet zwei Gruppen von Meteoriten: Steinmeteorite und Eisen-Meteorite. Letztere werden auf Grund ihres Eisengehalts von einem Magneten angezogen. Diese Eigenschaft nutzen Meteorit-Sammler bei ihren Streifzügen durch einsame Wüstengebiete. Eisen-Meteorite bestehen aus einer Eisen-Nickel-Legierung. Ein weiterer Nachweis für Eisen-Meteorite sind die Widmanstätten-Strukturen. Sie entstehen, wenn Eisen-Meteoriten angeschliffen, poliert und mit methanolhaltiger Salpetersäure geätzt werden.

Widmanstätte'sche Figuren - Mineralienbörse 2012, Ennepetal ©Martina Rüter
Widmanstätten-Figuren - Mineralienbörse 2012, Ennepetal ©Martina Rüter

Ca. 94 Prozent aller Meteoriten sind Steinmetoriten. Bei Steinmeteoriten unterscheidet man zwischen den Achondriten und Chondriten. Chondrite sind durch erbsengroße, kugelige Gebilde, die sich im Bruch oder Anschnitt zeigen, charakteristisch. Diese inneren Strukturen nennt man Chondren. Sie finden sich in keinem irischen Gestein. Achondriten besitzen keine Chondren.

Ein eindeutiger Beweis für die kosmische Herkunft eines Gesteins kann allein durch eine Isotopenuntersuchung erfolgen. Denn auf ihrem Weg durch das All waren die Meteoriten kosmischer Strahlung ausgesetzt, die kurzlebige Isotope in dem Material hinterließ. Kein irdisches Gestein weist solche Isotope auf.

Quellen:

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