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Schach in Grundschulen und Kitas

Schach, Quelle: Pixabay
Schach, Quelle: Pixabay

Schachspielen ist bei Kindern beliebt!
Das Denkspiel Schach fördert die Konzentration, das räumliche Denken sowie das Planen und Vorausdenken. Gleichzeitig lernen Kinder im fairen Zweikampf mit Niederlagen umzugehen.
Zahlreiche Studien belegen, dass Schach die geistige Entwicklung von Kindern fördert und sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. Das Strategie-Spiel verhilft zu einer höheren Konzentrationsfähigkeit. Einige Studien belegen auch eine Verbesserung der schulischen Leistungen insbesondere in der Lese- und Sprachkompetenz sowie im Fach Mathematik. Schach wird bereits in fast 30 Ländern als Schulfach unterrichtet. In Deutschland findet man das Unterrichtsfach Schach bislang nur vereinzelt in Schulen an. Anlässlich der Schach-Olympiade im November 2008 appellierte die Deutsche Schachstiftung an die Schulen der Welt, Schach zum Unterrichtsfach zu machen.

Vorteile des Schachspielens
Schach steigert die Konzentrationsfähigkeit und schult das logische Denken sowie die Kombinationsfähigkeit von Kindern. Es verbessert das räumliche Denken und unterstützt das Plane und Vorausdenken. Die Kinder lernen die Folgen ihres eigenen Handelns abzuschätzen und müssen beim Spiel verschiedene Möglichkeiten abwägen, wie sie weiter spielen – quasi eine Strategie entwickeln. Hierzu zählt auch die Flexibilität auf neue Situationen zu reagieren, Geduld, Ausdauer und Zielstrebigkeit. Spielt man später ein Turnier, so kommt hinzu, dass man unter Zeitdruck und Stress eine Entscheidung treffen muss. Bei Mannschaftswettkämpfen lernen die Kinder Teamgeist und auch den Umgang mit Niederlagen. All diese Fähigkeiten sind besonders gut geeignet, dass sie von den Kindern auch auf Alltagssituationen übertragen werden können.

Kinderschach
Die Zahl der Grundschulen und Kindertagesstätten, die Schach in irgendeiner Form anbieten steigt zunehmend. So startete beispielsweise am 20. November 2008 – dem Weltkindertag – das Projekt „Schach für Kids“ im nordrheinwestfälischen Hattingen. Das Ziel ist die Erstellung einer wissenschaftlichen Studie hinsichtlich der Frage, ob Schach die Entwicklung und die Persönlichkeit von Kindergartenkindern fördert und ob das Schachspiel ein pädagogisches Hilfsmittel für Erzieherinnen und Erzieher sein kann.

Beim Erlernen der Schachregeln wird hier spielerisch vorgegangen. Der Schachgroßmeister Stefan Kindermann meint in einem Interview mit der Münchener Schachakademie, dass jedes Kind Schach erlernen kann. Einzige Voraussetzung ist Neugier und die Lust am Spielen. Zum Erlernen der Regeln ist es wichtig, schrittweise vorzugehen. So kann zunächst eine Schachgeschichte die Kinder für das Spiel interessieren. Dann lernen die Kinder die einzelnen Figuren kennen und spielen zunächst nur mit wenigen Schachfiguren. Das Lernend es Schachspiels ist mit dem Erlernen einer Fremdsprache vergleichbar: Die Figuren sind die Buchstaben, die Regeln die Grammatik. Informationen zum Schach für Anfänger findet man zum Beispiel bei schach-starter.de.

Schach hält jung
Doch regelmäßiges Schachspielen hilft nicht nur Kindern sich besser zu konzentrieren, sondern mindert auch das Alzheimerrisiko, so das Ergebnis einer Studie aus den USA. Schach hält das Gehirn fit und sollte – laut Empfehlung – bereits in jüngeren Jahren präventiv gespielt werden.

Buchempfehlung
Schach!: Für junge Einsteiger
Autor: Stefan Kindermann
Verlag: Knesebeck; Auflage: 1 (13. Oktober 2006)
Preis: 17,95 Euro
ISBN-10: 3896603663
ISBN-13: 978-3896603661

Linktipp: Deutsche Schachstiftung

 

 

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