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Stilldemenz

Ursachen für Vergesslichkeit bei Schwangeren und jungen Müttern

Junge Mütter sind häufig schusselig - Quelle: Pixabay
Junge Mütter sind häufig schusselig und vergesslich - Quelle: Pixabay

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes leiden viele Mütter unter Einschränkungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses sowie verminderter Konzentrationsfähigkeit.

Wo habe ich den Autoschlüssel hingelegt? Habe ich die Haustür beim Verlassen des Hauses geschlossen? Wie hieß die Frau aus dem Geburtsvorbereitungskurs? Wie lautet noch gleich das Fachwort? All dies sind Beispiele für Fragen mit denen sich viele Schwangere und junge Mütter im Alltag herumplagen. Das Phänomen der verstärkten Vergesslichkeit bei Müttern ist bislang nur wenig erforscht. Es gibt verschiedene Ansätze zur Erklärung der plötzlich auftretenden Gedächtnislücken.

Psychische Schutzfunktion
Eine Schwangerschaft wirkt sich auf den gesamten Körper der Frau aus und bezieht auch ihr Seelenleben mit ein. Damit ist auch das Gehirn von der Schwangerschaft betroffen. Ein Erklärungsansatz für die veränderte Gehirnleistung geht auf psychische Ursachen zurück: Die werdende beziehungsweise junge Mutter ist voll und ganz mit den veränderten Lebensumständen beschäftig, so dass kein Platz für die kleinen, eher unwichtigen Dinge des Lebens bleibt. Auch die überwältigenden Gefühle, die während der Schwangerschaft auftreten, können Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche auslösen. Möglicherweise quälen die Frau Existenzängste oder sie fragt sich, wie sie sich in dieser oder jener Situation dem Kind gegenüber verhalten soll. Schließlich verändert sich das ganze Leben mit der Geburt eines Kindes und jede Mutter bemüht sich darum, eine gute Mutter und ein Vorbild zu sein. Oft ist dies nicht ganz leicht und nimmt die Frau auf geistiger Ebene voll in Anspruch. Aus biologischer Sicht ist die volle Konzentration auf den Nachwuchs durchaus sinnvoll.

Hormone
Verschiedene Studie deuten darauf hin, dass es hormonelle Gründe für die nachlassende Gedächtnisleistung gibt. Die Konzentration des in der Plazenta gebildeten Hormons ist dabei vom Geschlecht des Kindes im Mutterleib abhängig. So liegt die Konzentration dieses Stoffs bei Frauen, die ein Mädchenerwarten, deutlich höher. Das Hormon dringt leicht ins Gehirn ein und könnte Einfluss auf die Merkfähigkeit haben.

Ammenschlaf
Als "Ammenschlaf" bezeichnet man die Tatsache, dass junge Mütter besonders leicht aufschrecken, wenn sie ihr Baby auch nur leise wimmern hören. Tatsächlich nehmen alle Menschen selbst im Tiefschlaf, unter Betäubung und sogar im Koma Informationen aus der Umwelt auf. So registrieren wir während des Schlafens bedeutsame, lebenswichtige Signale von außen, die uns zum aufwachen bringen.

Da die Schlafphasen von Kindern und Erwachsenen stark voneinander abweichen, reißen die Kleinen ihre Eltern häufig aus den erholsamen Tiefschlafphasen. Diese ständigen Unterbrechungen des Tiefschlafs bedingen die nachlassenden Gedächtnisleitungen. Hiervon können sowohl Mütter als auch Väter betroffen sein. Ärzte und Psychologen empfehlen mit dem Baby im gleichen Raum zu schlafen, damit sich die Schlafrhythmen von Kind und Eltern aufeinander einstellen können.

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